Ausbildung und Zertifizierung

 

Derzeit finden sich mehrere SCRUM Zertifizierungen auf dem Markt. Neben den "reinen" SCRUM Anbietern finden sich auch agile Erweiterungen/Anpassungen der etablierten Projektmanagement-Anbieter wie PMI und AXELOS (bekannt durch PRINCE2).

Hier eine Übersicht der Zertifikate, dahinter stehenden Organisationen sowie deren Ansatz bzgl. Ausbildung und Voraussetzungen. Natürlich ist auch das Thema Kosten von Interesse:

 

 

CSM
(Certified ScrumMaster)

CSP
(Certified Scrum Professional)

PSM I
(Professional ScrumMaster)

PSM II
(Professional ScrumMaster)

PMI-ACP

(PMI® Agile Certified Practitioner)

PRINCE2 Agile Practitioner

Organisation

scrumalliance.org

scrumalliance.org

scrum.org

scrum.org

pmi-org

axelos.com

Inhalt

Terminologie, Praktiken und Prinzipien

Vertiefendes Wissen und Können (ergänzend zum Scrum-Guide)

Verständnis des Scrum-Guide und allgemeine Scrum Kenntnisse

Fortgeschrittene Scrum-Kenntisse

Generelles Wissen zu Agilität, Methoden wie Lean, Kanban und Scrum sowie klassischem Projektmanagement

Generelles Wissen zu Agilität, Methoden wie Lean, Kanban und Scrum sowie klassischem Projektmanagement

Trainingsdauer

2-3 Tage (nur bei scrumalliance.com)

 

Empfehlung 2 Tage (nicht verbindlich)

Empfehlung 2 Tage
(nicht verbindlich)

mindestens 3 Tage
(21 Kontaktstunden)

3 Tage

Arbeitserfahrung

 

36 Monate innerhalb der letzten 3 Monate

 

 

 

 

Voraussetzungen

 

CSM-, CSPO- oder CSD Zertifizierung

70 Scrum Education Units (SEUs) innerhalb der letzten 3 Jahre

Antragsgebühren (100$)

 

Professional ScrumMaster I

2.000 Stunden Projektmanagement-Erfahrung zusätzlich

1.500 Stunden agiles Projektmanagement

 

Prüfung

Dauer 60 Minuten
Art: 35 Multiple-Choice- Fragen (mind.24 Fragen korrekt beantworten)

Bei nicht bestehen hat man 90 Tage Zeit zum Wiederholen. Wiederholungskosten: $25

Dauer: 3 Stunden Art: 150 Fragen

Dauer: 60 Minuten Art: 80 Multiple-Choice-Fragen (mittlerer Schwierigkeitsgrad)

Dauer: 120 Minuten
Art: multipe-choice Fragen und Aufsatz (Fortgeschritten)

Dauer: 3 Stunden

Art: 120- Multiple-Choice-Fragen

3-malige Wiederholung innerhalbe eines Jahres möglich.

50 Fragen,
Bestehensrate 60%

150 Minuten

PRINCE2 Agile als Unterlage erlaubt

 

Gültigkeitsdauer

2 Jahre

2 Jahre

-

-

3 Jahre

-

Kosten d. Prüfung

$100

Zusätzlich $ 150

$150

$500

Mitglieder

EUR 300,-

Rezertifizierung

Das Zertifikat kann alle zwei Jahre erneuert werden.

Alle zwei Jahre.

Im Laufe dieser Zwei Jahre müssen 45 SEUs eingereicht werden.

Durch die Erneuerung des CSP-Zertifikats werden auch CSM-, CSPO- und CSD Zertifikate automatisch mit erneuert.

 

 

Innerhalb von 3 Jahren müssen für PMI-ACP 30 PDUs (professional development units) in agilen Themen gesammelt werden.

-

Kosten Rezertifizierung

$100

$200

 

 

$ 435 (Mitglieder)
$ 495 (Nichtmitglieder)

 

 

Welchen Ausbildungs- respektive Zertifizierungspfad man am besten wählt, richtet sich wohl vornehmlich nach der Vorerfahrung. Ist man bereits PMI oder PRINCE2 zertifiziert, lohnt es, sein bestehendes Zertifikat um die agile Zertifizierung zu erweitern.

Wissenwert für PMI zertifizierte Projektmanager ist, dass für die regelmäßige Rezertifizierung Fortbildungen zu jedem Projektmanagement-Thema nachgewiesen werden müssen. Dies müssen nicht zwangsläufig Kurse im PMI-Umfeld sein. Eine PRINCE2 oder auch SCRUM-Zertifizierung gilt ebenso wie das hauseigene PMI-ACP Zertifikat.

Die beiden "reinen" SCRUM Zertifizierungsanbieter scum-alliance.org und scrum.org haben beide ihren Ursprung bei den Gründervätern der Methode: Jeff Sutherland und Ken Schwaber. Zunächst gemeinsam mit der scrum-alliance.org gründeten sie einen Berufsverband, der die Ausbildung und den Einsatz von SCRUM fördern sollte. Weltweit praktizieren über 450.000 Nutzer SCRUM. Nachdem immer mehr Kritik an der engen Verknüpfung von Trainingsbesuch und anschließendem Examenserfolg laut wurde, gründete Ken Schwaber die scrum.org und machte die Zertifizierung online und seminarunabhängig möglich. Es ist damit möglich, sich individuell vorzubereiten, sei es durch Examensbesuch, Selbststudium oder on-the-job Erfahrung. Dies - zusammen mit den als anspruchsvoller bewerteten Bestehensanforderungen - wertet diese Zertifizierung zu einem attraktiven und geschätzen tatsächlichen Wissensnachweis auf.

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10. März 2016
01. Januar 2016